Auf dieser Seite veröffentlichen wir aktuelle und interessante kulturelle Beiträge aus der "Parkinson-Welt"
Lieder, Gedichte ...
viel Spaß!
 
 
 
 
 
 

Der Film zum Projekt ... sehenswert!!
 
 
 
Beiträge unseres Mitglieds Christine Wendt
 
Steifgefroren
 
In meinem Kopf ist alles klar,
das ist für mich ganz wunderbar.
Doch der Körper hat verloren,
ist, als wär er steifgefroren.
Unbeweglich wie ein Baum,
ich wünschte mir, es wär ein Traum.
Doch so hin und wieder,
fehlt die Kraft in meinen Gliedern.
Der Kopf sagt ja, der Körper nein,
wie gern möcht` ich beweglich sein.
Jeder Schritt fällt mir grad schwer –
und ich denk, ich kann nicht mehr!
Nehme schnell so in der Stille,
für die Krankheit eine Pille.
Bis der Wirkstoff angekommen,
hab` ich es im Kopf vernommen,
und ich freue mich daran,
dass ich wieder laufen kann.
 
 
Ich
 
Gedanken schick ich auf die Reise,
ich bin still und werde leise.
Gedanken, die mich mürbe machen,
kann nicht denken, kann nicht lachen.
 
Ach, würde doch der Wind sie tragen,
weit weg von mir, ganz ohne Fragen.
Wie gerne möcht `ich mich bewegen,
auf den Straßen, auf den Wegen.
Spazieren gehen ohne Schmerzen,
das wünsch ich mir von ganzem Herzen.
 
Es wär so schön, doch glaub ich kaum,
es ist bestimmt nur so ein Traum.
Mein Herz  es klopft, die Glieder starr,
es ist nicht mehr, wie`s immer war.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
C. Wendt      August 2018
 
 
 
 
 
 
 
Beiträge unseres Mitglieds Elisabeth Brand
 
Sommer in der Stadt
 
Augen-Blicke, Faszination.
Es war mehr als nur ein
Flirt, eine Liaison.
Meine Liebe zu dir,
einst glühend heiß.
Verweht. Vom Sommerwind.
Erstarrt zu Eis.
 
Vanilleeis und Erdbeermund.
Schmetterlinge, betörend bunt.
Du nahmst sie dir,
so nebenher.
Die Männertreu blüht
längst nicht mehr.
 
Ich spüre
SOMMER in der Stadt.
Süsse Früchte,
reichlich satt.
Nun lockt auch mich
der Seitensprung.
Und Du-
bleibst nur Erinnerung!
 
ROSE
 
Ich mag dich Rose,
stolz, schön und zart.
Dich zu brechen
ist nicht meine Art.
Ich verspreche, dich
nicht zu pflücken.
Zu seh'n, wie Du blühst
ist für mich Beglücken.
 
Ich fand dich, meine Rose,
stolz, wild und zart.
Du hast dich mir geöffnet
auf wundersame Art.
Du hast tief mein
Herz berührt.
Dich zu pflücken,
dazu hast Du mich
verführt.
 
Im Rausch der Farben                              
 
Manchmal weiß ich nicht mehr, was
ich weiß.
Manchmal bin ich Kind und
manchmal Greis.
Manchmal bin ich
Maler und Poet.
Male meine Welt in bunten
Farben, wenn mit
PARKINSON nichts mehr geht.
 
Ich seh‘ die Welt in rosaROT, wenn die
Liebe mir begegnet.
Es gibt keine Sünde im elften
Gebot, wenn’s
ROTE Rosen regnet.
 
Ich seh‘ die Welt in Himmelblau, wenn
ich in Katzen Augen schau.
Täglich schwöre ich auf’s
Neue; Katzenliebe und ewige Treue.
 
Ich seh‘ die Welt in
MaienGRÜN, wenn die
Sehnsucht mir begegnet.
Überall werden
Pfingstrosen blüh’n, meine
Sinne mit einem
Farbenrausch gesegnet.
 
 
 
Hortensie
 
Erinnerung an einen
Kindertraum.
Großmutters Blumengarten
und prächtiger
Hortensienbaum.
 
In seinem Schatten
ruhte ich an heißen
Sommertagen.
Geborgen an Großmutters
Schürzenkleid und tausend
Kinderfragen.
 
Heute gibst Du, Hortensie,
die Erinnerung mir wieder.
Du bunter Schneeball,
weiß, blau und flieder.
 
 
 
Frühling
 
Knospen und Blüten
wohin ich schau.
Hoffnungsvoll Grün
färbt sich die Wiese und Au.
 
Birken grünen in
Moor und Heid;
Erwachen im zarten
Frühlingskleid.
 
Laue Winde,
Veilchenduft.
Vögel zwitschern in
blauklarer Luft.
 
Die Welt lauscht besonnen
in Frühlingserwarten.
Sehnsucht nach
Flieder und Rosengarten.
 
 
Des Glückes Tor
 
Du wandest einst des
Lebens Blütenkranz
Wo liegt dein Lächeln begraben,
wo deiner Augen Glanz?
 
Gesandter PARKINSON
hat es dir längst
genommen.
Kein Ignorieren, kein
Entkommen.
 
DES GLÜCKES TOR, umrankt
von Hoffnungsträumen.
Öffne es selbst!
Und du spürst Freiheit
über blühend Bäumen.
 
In immergrünen Wiesen
legst du deine Sorgen nieder.
Du spürst den Hauch von
Rosenduft und Flieder.
 
 
Glaube, Liebe, Hoffnung
 
Graues Dunkel, wenig Licht.
Nachtgroße Schatten
erschweren die Sicht.
Kein Hoffnungsgedanke.
Mein Ich; es zerbricht.
 
Und dann … bist Du
mir in der dunklen Gasse
begegnet.
Ein lichter, warmer Sonnenstrahl!
Meine Seele ward mit
hellem Licht gesegnet.
 
PARKINSON, Dich hab` ich
nicht gewollt.
Wehre Dich nicht, wenn
meine Seele grollt.
 
Die Welt ist dennoch schön.
Es gibt Momente voller Glück.
Voller Erinnerung schau ich
auf ein Leben ohne Dich zurück.
 
Nun hältst Du besitzergreifend meine Hand.
Der Weg zu mir mit Dir in ein unbekanntes Land.
 
 
Elisabeth Brand, Juni 2021
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Elisabeth Brand, Mai 2021
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Elisabeth Brand, Mai 2021
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Elisabeth Brand, März 2021
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Elisabeth Brand, März 2021
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Elisabeth Brand, Dezember 2020
 
 
   

 

   
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